Die Rolle des CIO im Prozessmanagement
Auf den nächsten BPM-Club Treffen wollen wir uns diesem in der Presse und im Markt heiß diskutiertem Thema widmen.
Hier dazu ein paar Gedanken und Diskussionsanregungen:
Nach der aktuellen CEO Studie der IBM sehen die Unternehmen derzeit Ihre Innovationsscherpunkte mit jeweils 30% in den „Betriebsabläufen“ und im „Geschäftsmodell“. Innerhalb der Geschäftsmodell-Innovation liegt das Thema „Änderung der Organisationsstruktur“ mit fast 70% ganz weit vorne. Wenn man nun dem Grundsatz „Structure follows Process“ zugrunde legt, lassen sich Veränderungen in der Organisation nicht von Veränderungen in den Betriebsabläufen trennen.
(Quelle IBM, CEO Studie)
Die aktuelle Studie GPM2006 der FH-Bonn-Rhein Sieg und dem Kompetenzzentrum für Geschäftsprozessmanagement sagt:
Eine der wesentlichen Aufgaben des strategischen Geschäftsprozessmanagements beinhaltet die gezielte Integration in die langfristigen Unternehmensziele und die Strategie. Eine umfassende Einbindung wird nach wie vor nur von einem sehr geringen Anteil der Umfrageteilnehmer gesehen (6%). Von einer mehrheitlichen Integration sind derzeit knapp ein Drittel der Unternehmen überzeugt, während etwas mehr als Hälfte von einer teilweisen Integration ausgehen.
(Quelle Kompetenzzentrum für Geschäftsprozessmanagement, Status Quo Geschäftsprozessmanagement 2006 (GPM2006)
Geschäftsprozessmanagement ist Führungsaufgabe
Die diesjährige Studie der IDS Scheer bestätigt die Unterstützung vom BPM-Vorhaben durch die Geschäftsführung als kritischen Schlüsselfaktor für eine erfolgreiche Prozessorganisation. Besonders erfolgversprechend für eine zeitnahe und ganzheitliche Umsetzung ist laut Aussage der Befragten ein verantwortliches Dreiergespann aus IT-Leiter, Geschäftsführung und Process Owner. Zunehmend erkennbar wird auch die steigende Relevanz der IT-Abteilungen im gesamten Geschäftsprozess. Sowohl die Anwendungsentwickler als auch die IT-Architekten in den befragten Unternehmen arbeiten verstärkt mit den eingesetzten BPM-Werkzeugen.
Der CIO soll strategischer werden
Der allgemeine Trend, dass die Rolle des CIOs immer wichtiger für den Geschäftserfolg der Unternehmen wird und dass der CIO künftig mehr gestalterisch als technologie-orientiert für das gesamte Geschäft wirken soll, wird mehr noch als in den vergangenen Jahren bestätigt. Letztendlich wird dadurch einmal mehr den steigenden strategischen Beitrag der IT für den Geschäftserfolg betont.
(Quelle IDS-Scheer, Business Process Report 2007)
Die aktuelle IBM Studie „CIO Leadership Forum Survey“ belegt, dass sich in den Unternehmen die Rolle der IT-Leiter und CIOs (Chief Information Officers) dramatisch verändert: Jenseits von Technologie und IT-Support wird ihr Einfluss auf die Strategie- und Geschäftsentwicklung immer wichtiger. 84 Prozent der befragten CIOs gaben an, dass sich die IT entscheidend und fundamental auf die Veränderungen der Unternehmensstrategie auswirkt. Hingegen sagen nur 16 Prozent, dass ihr eigenes Unternehmen bisher das Potenzial der IT voll ausschöpft. Um die Rolle der CIOs nachhaltig zu verändern, haben sich laut IBM Studie vier Handlungsfelder herauskristallisiert: Messbarkeit, Strategie, Organisation und Kompetenz der IT-Abteilung.
Die IBM Studie „CIO Leadership Forum Survey“, für die weltweit über 170 CIOs von führenden Unternehmen befragt wurden, untermauert den Trend, dass sich die Rolle der IT-Leiter und CIOs dramatisch verändert. Während die IT-Chefs bisher häufig ein isoliertes Silo-Dasein führten und nur die IT-Technologie bereitstellten, sollen sie zukünftig viel stärker in strategische Unternehmens- entscheidungen eingebunden werden. Laut der aktuellen IBM Studie ist dies auch ein dringendes Anliegen der CIOs: Für 92 Prozent der Befragten ist es wichtig oder sogar entscheidend, dass ihr Einfluss auf die Geschäftsleitung erweitert wird. 86 Prozent betrachten es als große Chance für ihr Unternehmen, gemeinsam mit der Geschäftsführung Strategien zu entwickeln und zu formen.
Gleichzeitig könnte hier jedoch in vielen Unternehmen noch wesentlich mehr getan werden: 34 Prozent der befragten IT-Leiter haben bisher keine offizielle Funktion innerhalb der Führungsebene. Verhindert wird eine stärkere Beteiligung an der Unternehmensführung laut 31 Prozent der befragten CIOs durch eine Fehleinschätzung der Rolle des IT-Leiters.
Um diese Situation zu verändern, ist einer anderen Studie, der „IBM Global CEO Study“, zufolge vor allem das Engagement der Geschäftsführung gefragt. Denn hier ergibt sich ein deutliches Missverhältnis zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Laut der CEO Studie, in der weltweit 750 Geschäftsführer befragt wurden, haben bereits 80 Prozent der CEOs (Chief Executive Officers) erkannt, dass die Zusammenführung von Geschäftsstrategie und IT sehr wichtig ist. Allerdings gaben nur 45 Prozent der befragten CEOs an, dass sie dies ausreichend in ihren eigenen Unternehmen umgesetzt haben. Interessant dabei ist, dass bei denjenigen Unternehmen, die sich hier als führend einstufen, der Umsatz um fünf Prozent schneller wächst als bei ihren jeweiligen Wettbewerbern. Aus diesem Grund sollten Geschäftsführer stärker dafür sorgen, dass in ihren Unternehmen die Lücke zwischen Geschäftsstrategie und Informationstechnologie geschlossen wird.
(Quelle IBM, CIO Leadership Forum Survey)
Die GPM2006 Studie wiederum besagt:
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Umsetzungsfähigkeit von GPM in den Unternehmen ist die Unterstützung durch geeignete IT-Systeme, deren Einordnung und Anwendung in Bezug auf GPM als Managementmethode. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen nach wie vor Defizite bei der IT-Unterstützung auf. In knapp 50% der Unternehmen wird der fachliche Anspruch an die IT in den Prozessen als Maßstab für die Gestaltung der IT-Systeme genannt. Im Umkehrschluss sind in der Hälfte der teilnehmenden Unternehmen die in IT-Systemen vorhandenen Standardprozesse ausschlaggebend für die Umsetzung. Dabei besteht das grundsätzliche Risiko, dass fachliche Anforderungen aus den Prozessen untergewichtet und letztendlich geschäftsbezogene Ziele aufgrund Restriktionen in der IT nicht erreicht werden können. Nur knapp 10% der teilnehmenden Unternehmen sehen auch eine durchgängige primäre Fokussierung auf die Prozessanforderungen. Damit ist im Vergleich zum Rückspiegelblick auf das vorherige Jahr kein nennenswerter Fortschritt erzielt worden. Prozessverantwortliche finden nach wie vor zu wenig Gehör bzw. haben organisatorisch zu wenig Einfluss Prozessanforderungen auch in den IT-Systemen konsequent zu etablieren.
In einem Artikel des „IT-Direktor“ Ausgabe 6/2007 habe habe ich kürzlich gelesen: „Längst reicht es für IT-Verantwortliche nicht mehr aus, an herangetragene Aufgaben gewissenhaft ,termingerecht und unter Einhaltung vorgegebener Budgets zu erledigen. Gefordert ist vielmehr ein messbarer Wertbeitrag für den Unternehmenserfolg durch proaktive Gestaltung von Kernprozessen. Damit verändert sich auch der Blickwinkel eines CIO, der nun für die Positionierung des Gesamtunternehmens im Wettbewerb verantwortlich ist.“
Eine Anmeldung bei XING ist dazu notwendig.
(Auszug aus dem BPM-Club Newsletter auf XING vom 30.07.07)
Hier dazu ein paar Gedanken und Diskussionsanregungen:
Nach der aktuellen CEO Studie der IBM sehen die Unternehmen derzeit Ihre Innovationsscherpunkte mit jeweils 30% in den „Betriebsabläufen“ und im „Geschäftsmodell“. Innerhalb der Geschäftsmodell-Innovation liegt das Thema „Änderung der Organisationsstruktur“ mit fast 70% ganz weit vorne. Wenn man nun dem Grundsatz „Structure follows Process“ zugrunde legt, lassen sich Veränderungen in der Organisation nicht von Veränderungen in den Betriebsabläufen trennen.
(Quelle IBM, CEO Studie)
Die aktuelle Studie GPM2006 der FH-Bonn-Rhein Sieg und dem Kompetenzzentrum für Geschäftsprozessmanagement sagt:
Eine der wesentlichen Aufgaben des strategischen Geschäftsprozessmanagements beinhaltet die gezielte Integration in die langfristigen Unternehmensziele und die Strategie. Eine umfassende Einbindung wird nach wie vor nur von einem sehr geringen Anteil der Umfrageteilnehmer gesehen (6%). Von einer mehrheitlichen Integration sind derzeit knapp ein Drittel der Unternehmen überzeugt, während etwas mehr als Hälfte von einer teilweisen Integration ausgehen.
(Quelle Kompetenzzentrum für Geschäftsprozessmanagement, Status Quo Geschäftsprozessmanagement 2006 (GPM2006)
Geschäftsprozessmanagement ist Führungsaufgabe
Die diesjährige Studie der IDS Scheer bestätigt die Unterstützung vom BPM-Vorhaben durch die Geschäftsführung als kritischen Schlüsselfaktor für eine erfolgreiche Prozessorganisation. Besonders erfolgversprechend für eine zeitnahe und ganzheitliche Umsetzung ist laut Aussage der Befragten ein verantwortliches Dreiergespann aus IT-Leiter, Geschäftsführung und Process Owner. Zunehmend erkennbar wird auch die steigende Relevanz der IT-Abteilungen im gesamten Geschäftsprozess. Sowohl die Anwendungsentwickler als auch die IT-Architekten in den befragten Unternehmen arbeiten verstärkt mit den eingesetzten BPM-Werkzeugen.
Der CIO soll strategischer werden
Der allgemeine Trend, dass die Rolle des CIOs immer wichtiger für den Geschäftserfolg der Unternehmen wird und dass der CIO künftig mehr gestalterisch als technologie-orientiert für das gesamte Geschäft wirken soll, wird mehr noch als in den vergangenen Jahren bestätigt. Letztendlich wird dadurch einmal mehr den steigenden strategischen Beitrag der IT für den Geschäftserfolg betont.
(Quelle IDS-Scheer, Business Process Report 2007)
Die aktuelle IBM Studie „CIO Leadership Forum Survey“ belegt, dass sich in den Unternehmen die Rolle der IT-Leiter und CIOs (Chief Information Officers) dramatisch verändert: Jenseits von Technologie und IT-Support wird ihr Einfluss auf die Strategie- und Geschäftsentwicklung immer wichtiger. 84 Prozent der befragten CIOs gaben an, dass sich die IT entscheidend und fundamental auf die Veränderungen der Unternehmensstrategie auswirkt. Hingegen sagen nur 16 Prozent, dass ihr eigenes Unternehmen bisher das Potenzial der IT voll ausschöpft. Um die Rolle der CIOs nachhaltig zu verändern, haben sich laut IBM Studie vier Handlungsfelder herauskristallisiert: Messbarkeit, Strategie, Organisation und Kompetenz der IT-Abteilung.
Die IBM Studie „CIO Leadership Forum Survey“, für die weltweit über 170 CIOs von führenden Unternehmen befragt wurden, untermauert den Trend, dass sich die Rolle der IT-Leiter und CIOs dramatisch verändert. Während die IT-Chefs bisher häufig ein isoliertes Silo-Dasein führten und nur die IT-Technologie bereitstellten, sollen sie zukünftig viel stärker in strategische Unternehmens- entscheidungen eingebunden werden. Laut der aktuellen IBM Studie ist dies auch ein dringendes Anliegen der CIOs: Für 92 Prozent der Befragten ist es wichtig oder sogar entscheidend, dass ihr Einfluss auf die Geschäftsleitung erweitert wird. 86 Prozent betrachten es als große Chance für ihr Unternehmen, gemeinsam mit der Geschäftsführung Strategien zu entwickeln und zu formen.
Gleichzeitig könnte hier jedoch in vielen Unternehmen noch wesentlich mehr getan werden: 34 Prozent der befragten IT-Leiter haben bisher keine offizielle Funktion innerhalb der Führungsebene. Verhindert wird eine stärkere Beteiligung an der Unternehmensführung laut 31 Prozent der befragten CIOs durch eine Fehleinschätzung der Rolle des IT-Leiters.
Um diese Situation zu verändern, ist einer anderen Studie, der „IBM Global CEO Study“, zufolge vor allem das Engagement der Geschäftsführung gefragt. Denn hier ergibt sich ein deutliches Missverhältnis zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Laut der CEO Studie, in der weltweit 750 Geschäftsführer befragt wurden, haben bereits 80 Prozent der CEOs (Chief Executive Officers) erkannt, dass die Zusammenführung von Geschäftsstrategie und IT sehr wichtig ist. Allerdings gaben nur 45 Prozent der befragten CEOs an, dass sie dies ausreichend in ihren eigenen Unternehmen umgesetzt haben. Interessant dabei ist, dass bei denjenigen Unternehmen, die sich hier als führend einstufen, der Umsatz um fünf Prozent schneller wächst als bei ihren jeweiligen Wettbewerbern. Aus diesem Grund sollten Geschäftsführer stärker dafür sorgen, dass in ihren Unternehmen die Lücke zwischen Geschäftsstrategie und Informationstechnologie geschlossen wird.
(Quelle IBM, CIO Leadership Forum Survey)
Die GPM2006 Studie wiederum besagt:
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Umsetzungsfähigkeit von GPM in den Unternehmen ist die Unterstützung durch geeignete IT-Systeme, deren Einordnung und Anwendung in Bezug auf GPM als Managementmethode. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen nach wie vor Defizite bei der IT-Unterstützung auf. In knapp 50% der Unternehmen wird der fachliche Anspruch an die IT in den Prozessen als Maßstab für die Gestaltung der IT-Systeme genannt. Im Umkehrschluss sind in der Hälfte der teilnehmenden Unternehmen die in IT-Systemen vorhandenen Standardprozesse ausschlaggebend für die Umsetzung. Dabei besteht das grundsätzliche Risiko, dass fachliche Anforderungen aus den Prozessen untergewichtet und letztendlich geschäftsbezogene Ziele aufgrund Restriktionen in der IT nicht erreicht werden können. Nur knapp 10% der teilnehmenden Unternehmen sehen auch eine durchgängige primäre Fokussierung auf die Prozessanforderungen. Damit ist im Vergleich zum Rückspiegelblick auf das vorherige Jahr kein nennenswerter Fortschritt erzielt worden. Prozessverantwortliche finden nach wie vor zu wenig Gehör bzw. haben organisatorisch zu wenig Einfluss Prozessanforderungen auch in den IT-Systemen konsequent zu etablieren.
In einem Artikel des „IT-Direktor“ Ausgabe 6/2007 habe habe ich kürzlich gelesen: „Längst reicht es für IT-Verantwortliche nicht mehr aus, an herangetragene Aufgaben gewissenhaft ,termingerecht und unter Einhaltung vorgegebener Budgets zu erledigen. Gefordert ist vielmehr ein messbarer Wertbeitrag für den Unternehmenserfolg durch proaktive Gestaltung von Kernprozessen. Damit verändert sich auch der Blickwinkel eines CIO, der nun für die Positionierung des Gesamtunternehmens im Wettbewerb verantwortlich ist.“
- Ich frage mich, wie weit gehen hier gelebt Realität und der eigene Anspruch auseinander?
- Sind die CIOs wirklich in der Lage diesem Anspruch gerecht zu werden?
- Sind die IT-Abteilungen in mittelständischen Unternehmen für diese Zukunft gewappnet?
- Gibt es IT-Strategien welche sich an den Prozessmanagementstrategien der Unternehmen ausrichten?
- Wie lebt und unterstützt die IT bei Ihnen das Prozessmanagement?
- Wie sieht die Zusammenarbeit zwischen Business und IT hinsichtlich Prozessmanagement in der Praxis aus?
Eine Anmeldung bei XING ist dazu notwendig.
(Auszug aus dem BPM-Club Newsletter auf XING vom 30.07.07)